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Sonderbach ist ,,dolles Dorf"

 
Helle Aufregung am Donnerstagabend in Sonderbach. Kurz vor 20 Uhr zog Moderator Philipp Wellhöfer live in der Hessenschau den Heppenheimer Stadtteil als „Dolles Dorf“ der Woche. Minuten später standen die Telefone im Ort nicht mehr still. Denn als dolles Dorf gezogen zu werden, das erfordert sowohl von den Fernsehleuten als auch von den Einwohnern ein gerüttelt Maß an Einfallsreichtum. 

Wie präsentiert man sein Dorf am besten in einem Kurzbeitrag fürs Fernsehen? Dieser Frage stellten sich diejenigen, die sich am Donnerstag spontan im Dorfgemeinschaftshaus eingefunden hatten. Wer es nicht via Fernseher, Telefon oder Handy erfahren hatte, der erfuhr es von der Feuerwehr: Klaus Lenhardt fuhr kurzerhand mit dem Einsatzfahrzeug und dem Lautsprecher durchs Dorf und rief alle auf, zum Treffen zu kommen. In der Zwischenzeit waren Wellhöfer, Kamerafrau Tine Kaltenschnee, Lichtmann Thomas Quetsch und Tontechniker Wolfgang Müller bereits auf dem Weg von Frankfurt nach Sonderbach. Ortsvorsteher Anton Gölz, der mit Gattin Hilde bei einer Feier im Funkloch weilte, erfuhr erst gegen Mitternacht vom anstehenden Großereignis.

Die Einfälle sprudelten nur so heraus, schließlich hat man in Sonderbach so einiges zu bieten. Und so ging es – nach dem Planungsgespräch mit dem Fernsehteam am Abend – am nächsten Tag rund. Bereits um halb zehn ertönte im Hause Lambert in der Kirchbergstraße die Fifa-Hymne. Glücklicherweise war Hausherr und Komponist Franz Lambert gerade daheim und nicht auf Konzert-Tour. Im Keller seines Hauses saß er an seiner berühmten weißen Orgel, spielte, gab ein Interview und ließ den Moderator staunen. Seit 1994 wird die Hymne vor jedem internationalen Fußball-Begegnung gespielt, ein „beglückendes Gefühl“, so Lambert. Mittlerweile ist es die meistgespielte Sporthymne der Welt. „Der Weltfußball wäre heute nicht das, was er ist, gäbe es nicht Sonderbach“, scherzte Wellhöfer.

Weiter fuhr der Tross der HR-Fahrzeuge in den Kreiswaldweg. Dort demonstrierte Rudi Bauer mit seinen beiden süddeutschen Kaltblutpferden Torry und Muk, wie man mit zwei Pferdestärken Baumstämme durch unwegsames Gelände im Wald transportiert. Er ist einer der ganz wenigen, die das in Deutschland noch praktizieren.

Der Sonderbacher Markus Bravin wurde kurzerhand zum Tourguide ernannt und führte das Team zur nächsten Station, dem Steinbruch Röhrig. Auch hier staunten die HR-Leute nicht schlecht: In fast jeder Stadt findet man etwas, das mit den Produkten aus dem Granit-Steinbruch hergestellt wurde. Im Pflaster von Bahnhofsvorplätzen von Freiburg bis Hamburg, in Tapeten, Laminat, in Einfahrten, bei der Deko für Modelleisenbahn – schier unendlich schien die Liste der Produkte, die Gerhard, Jovita und Marco Röhrig aufzählten. Mit Helm, Warnweste und festem Schuhwerk ging es zu den Aufnahmen in den Steinbruch, Doris Heller vom Nabu zeigte Gelbbauchunken – im Steinbruch lebt die größte Population von ganz Hessen. Seit über 100 Jahren und in der fünften Generation betreibt die Familie den Steinbruch – und das im Einklang mit der Natur.

Norbert und Nicole Tillack, vor vier Jahren aus Hamburg nach Sonderbach gezogen, nennen Pfeilgiftfrösche ihr eigen. Angst zu haben braucht man vor diesen in hiesigen Gefilden nicht, erklärte Nicole Tillack: Die winzigen farbenprächtigen Tierchen können ihr im Regenwald tödliches Gift nur produzieren, wenn sie giftige Ameisen fressen. Aber die stehen bei Tillacks nicht auf dem Speiseplan.

Natürlich durfte auch der TV Sonderbach im Dorf-Porträt nicht fehlen, der mehr Mitglieder hat als das Dorf Einwohner. Die Mädels der Leistungsriege, die „Super Girls“ zeigten eine Pyramide und Bodenturnen. Im Kleinschwimmbad fanden sich zu Beginn des Nachmittages viele Sonderbacher ein, und zum Schlussbild am Pannekuche-Eck war dann fast das gesamte Dorf auf den Beinen.