Erweiterungsvorhaben in Sonderbach

RÖHRIG granit® plant eine Erweiterung des Steinbruchs Gehrenberg in Sonderbach um 6,2 ha in südlicher Richtung. Dazu stellt das Unternehmen voraussichtlich im Frühjahr 2019 den erforderlichen Genehmigungsantrag beim Regierungspräsidium Darmstadt. Im Fall eines positiven Entscheides wird die Steingewinnung danach Schritt für Schritt in der neuen Fläche durchgeführt. Der Abstand zur Wohnbebauung in Juhöhe wird mindestens 400 Meter betragen.

Eine Erweiterung ist notwendig, um die Produktion auf heutigem Niveau auch in Zukunft fortzusetzen, den Standort langfristig zu erhalten und damit die Rohstoffversorgung nachhaltig zu sichern. RÖHRIG granit® beschäftigt 90 Mitarbeiter, darunter aktuell vier Auszubildende. RÖHRIG granit® sichert somit in der Region rund 200 Arbeitsplätze. Das Familienunternehmen ist am Standort fest verwurzelt und engagiert.

Besuchen Sie unsere Informationsveranstaltung

Am 20.11.2018 um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Sonderbach

Was bedeutet das Erweiterungsvorhaben für Nachbarn?

Der Betrieb soll auf heutigem Niveau fortgesetzt werden, sodass sich mit der Erweiterung für die Anwohner in vielen Punkten nichts ändern wird.

Produktion & Produktionszeiten

Es ist keine Produktionssteigerung geplant. Auch die Produktionszeiten bleiben gleich.

Verkehr

Da die Produktionsmenge nicht steigt, wird es keine Zunahme des LKW-Verkehrs geben. Die Zufahrt erfolgt weiterhin über die Werkstraße.

Sprengungen

Keine Erhöhung des Sprengstoffeinsatzes: Es bleibt bei ca. zwei Sprengungen pro Woche. Keine Veränderung der Erschütterungen. Durch den Einsatz neuester Sprengtechnik bleiben die Erschütterungen in den umliegenden Orten auf bisherigem Niveau.

Emissionen

Die Staub- und Lärmsituation bleibt gleich. Wie bisher werden wir Maßnahmen zur Lärmminderung und Staubreduzierung entwickeln und umsetzen.

Abstand zur Wohnbebauung in Juhöhe

Der Abstand wird in Zukunft mindestens 400 Meter betragen. Für Anwohner auf der Juhöhe besteht heute und zukünftig keine Sichtbeziehung zum Steinbruch. Der Wald wird auch weiterhin seine Schutzfunktion wahrnehmen – auch wenn die Gewinnung etwas näher an den Wohnort rückt.

Erweiterungsfläche

Die Erweiterung umfasst ein 6,2 ha großes Waldstück. Sie erfolgt schrittweise über die nächsten Jahre. Für die auf der Erweiterungsfläche stehenden Bäume wird RÖHRIG granit® zuvor an anderen Stellen in der Region die gleiche Fläche Wald wieder aufforsten. Zusätzlich wird südlich des Steinbruchs ein ca. 25 ha großes Waldgebiet mit der höchsten Schutzkategorie „Bannwald“ ausgewiesen. Zudem verbleiben ca. 41 ha Schutzwald.

Freizeitnutzung

RÖHRIG granit® wird im Zuge der Erweiterung schrittweise einige Waldwege verlagern und ein neues Wegenetz schaffen. Auch der Rastplatz („Gerhard Röhrig-Rast“) bekommt einen neuen Standort – als Aussichtspunkt am zukünftigen Rand des Steinbruchs. Ein unzugängliches Felsenmeer wird verlegt und kann von Spaziergängern zukünftig besichtigt werden. Zudem wird ein anderes Felsenmeer als Naturdenkmal ausgewiesen.

Terminhinweis

Am 20.11.18 um 18 Uhr lädt RÖHRIG granit® zu einer Bürgerinformationsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus in Sonderbach ein. Dabei werden das Vorhaben und das Verfahren detailliert vorgestellt. Fachleute aus dem Unternehmen und dem beauftragten Planungsbüro stehen für Fragen zur Verfügung.

Fragen und Antworten

Warum ist eine Erweiterung notwendig?

Warum ist eine Erweiterung notwendig?

Es ist abzusehen, dass wir in den nächsten Jahren an die Grenze der bisher genehmigten Abbaufläche stoßen. Eine Erweiterung des Steinbruchs ist daher die notwendige Voraussetzung, um den Betrieb für die nächsten Jahrzehnte auf heutigem Niveau weiterführen zu können. Und damit auch, um die rund 90 Arbeitsplätze zu sichern.

Warum ist die Erweiterung in Richtung Süden geplant?

Warum ist die Erweiterung in Richtung Süden geplant?

Es wurde in alle Richtungen geplant und gedacht – auch mit Blick auf die Interessen der Anwohner. Berücksichtigt wurden u. a. die vorhandenen Lagerstättenqualitäten, die Beschaffenheit des Geländes, vorhandene Bachläufe sowie gesetzlich geschützte Biotope. Letztendlich kam nur eine Erweiterung in südliche Richtung in Frage.

Wie läuft der Genehmigungsprozess ab?

Wie läuft der Genehmigungsprozess ab?

Die Erweiterung wird voraussichtlich im Frühjahr 2019 auf Grundlage des Bundesimmissionsschutzgesetzes beim Regierungspräsidium Darmstadt beantragt. Dort reichen wir umfangreiche Planungsunterlagen sowie Gutachten ein. Im Verfahren ist auch eine formelle Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen. Das heißt, die Antragsunterlagen werden öffentlich ausgelegt und Interessierte können Einsicht nehmen. Innerhalb einer gesetzlich geregelten Frist können Einwände gegen die Planung vorgetragen werden, die von der Genehmigungsbehörde bei ihrer Entscheidung zu berücksichtigen sind.

Warum kommt es trotz einer geringeren Distanz zum Ortsteil Juhöhe nicht zu stärkeren Erschütterungen?

Warum kommt es trotz einer geringeren Distanz zum Ortsteil Juhöhe nicht zu stärkeren Erschütterungen?

In den letzten Jahren unterschreiten unsere Messwerte auf der Juhöhe die genehmigten Erschütterungswerte deutlich. Sie liegen – gemessen beim nächstgelegenen Wohnhaus – im Durchschnitt ca. 80 Prozent unter den gesetzlichen Grenzwerten. Wir haben die Sprengtechnik optimiert und planen, die Sprengrichtung um 90 Grad zu drehen. Dadurch ist zukünftig auch bei reduziertem Abstand zum Ortsteil Juhöhe insgesamt nicht mit stärkeren Erschütterungen zu rechnen.

Wieso wurde der Schutzwald aufgehoben. Bleibt der Anwohnerschutz bestehen?

Wieso wurde der Schutzwald aufgehoben. Bleibt der Anwohnerschutz bestehen?

Die Aufhebung des Schutzwaldes ist mit hohen Auflagen verbunden. Eine Prüfung hat ergeben, dass die Schutzwirkung weiterhin besteht und dass das Vorhaben aufgrund der Relevanz für die Rohstoffversorgung der Region von allgemeiner Bedeutung ist. Entsprechende Flächen für eine Ersatzaufforstung an anderer Stelle sind bereits in Abstimmung mit den zuständigen Behörden ausgesucht und genehmigt worden. In jedem Fall gilt: Vor einer Rodung werden die Ersatzaufforstungen durchgeführt. Zusätzlich ist geplant, ca. 25 ha Bannwald mit der höchsten Schutzkategorie neu auszuweisen.

Welche Auswirkungen hat die Erweiterung auf die Tier- und Pflanzenwelt?

Welche Auswirkungen hat die Erweiterung auf die Tier- und Pflanzenwelt?

Auch dieser Aspekt wird im Genehmigungsverfahren betrachtet. Wir als Antragsteller sehen uns in der Verantwortung, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Tier- und Pflanzenwelt weiterhin zu schützen. In unserem Steinbruch leben heute bereits Uhus, Wanderfalken, Gelbbauchunken und weitere seltene Arten. Durch geeignete Maßnahmen wird der Einfluss auch auf diese Arten gering gehalten. Dazu stehen wir im ständigen Austausch mit Fachbehörden und Naturschutzverbänden.

Haben Sie noch Fragen?

steinbruch@roehrig-granit.de
Tel. +49 6252 7009-0

Ansprechpartner:
Horst Gottmann, Stefan Koob und Marco Röhrig